Oberste Reihe von links nach rechts

Wilhelm Lenz                Er stammte aus Fretzehaus, Obergasse, und arbeitete als Dreher bei der Fa. Schafstädt.
Katzenbach 20             Seine Frau stammte aus Rechnershaus, Wetzlarer Str. 65. Von seinen 4 Söhnen hat  16.11.1874                  Emil, Vater von Renate Sommer u. Elke Eberlein, lange im Posaunenchor geblasen.
gest. 02.11.1944          

Ludwig Weigel 14.       Er arbeitete auch bei der Fa. Schafstädt, stammte aus Lepsehaus und hat einige Jahre 
Lützellindener Str. 6     den Kirchen- und den Pos.chor dirigiert. Außerdem fuhr er 10 Jahre lang wöchentlich
geb. 14.11.1880          zweimal mit dem Fahrrad nach Rodheim, um den dortigen Pos.chor zu dirigieren.  
gef.  19.10.1916          Das waren insgesamt ca. 15.000 km! Sein Sohn E. Weigel und sein Enkel
                                D. Allendörfer haben in Kleinlinden geblasen. Seine Tochter, E. Allendörfer, hat
                                lebenslang gesungen.

Ludwig Theiß                Er war der Vater von Dr. E.L.Theiß, der bis zum 2. Weltkrieg geblasen hat und ab
Hügelstr.                    1945 für kurze Zeit Kirchenchor und Pos.chor dirigiert hat. Ludwig Theiß arbeitete
geb. 31.09.1882          bei der Bahn.
gest.17.04.1943

Philipp Weigel               Er stammte aus Hanjerschhaus, Wetzlarer Str. 26, betrieb Landwirtschaft und hatte in
Wetzlarer Str. 26         Darmstadt bei den Dragonern gedient. Philipp Weigel war Landwirt. Er war der Mann
geb. 16.03.1884          von  Germer-Wagners Elisabeth, der Mutter von Frau Weber, Frankfurter Str. 349.
gest.19.03.1922

Friedrich Lenz            Er stammte aus Rechnershaus, Lützellindener Str. und war Weißbinder. Er war der
Hügelstr. 11                Vater von Liesel Weigel, geb. Lenz. Sie hat ihr ganzes Leben im Kirchenchor
geb. 23.01.1885          gesungen.
gest.25.09.1953

Zweite Reihe von links nach rechts

Wilhelm Fink                  genannt Hut-Fink. Er stammte aus Oppenrod  und arbeitete als Hutmacher bei der Fa.
Katzenbach 22             Schuchard. Seine Frau war die Tochter von Altbürgermeister Germer. Er war der
geb.  07.01.1867          Vater von Elisabeth, Marie und Anni Fink, die früher alle im Kirchenchor gesungen  
gest. 19.02.1936          haben.

Karl Germer                    Er war der jüngste Sohn von Altbürgermeister Germer. Auf dem Grundstück von
Lützellindener Str. 2       Onkel Karl befand sich das „Sälchen“, der Raum, in dem über viele Jahre christliche
geb. 16.08.1876            Versammlungen stattfanden. Nachdem seine erste Frau verstorben war, heiratete er
gest.11.03.1958            die Tochter seines Arbeitgebers, Schreiner Lenz.

Johannes Schaum         Er war der Großvater von Hanjersch Philipp (Lenz), Zum Maiplatz 13 u. Urgroßvater
Frankfurter Str. 249       von Christel Arnold, geb. Lenz, die im Kirchenchor gesungen hat. In den Versamm-
geb.  21.07.1845           lungen las er die Predigten und Lieder vor, die dann gesungen wurden, wenn der
gest. 16.09.1925           Germer-Hannes den Ton angegeben hatte. Nach der Predigt sprach er ein freies Gebet,
                                 wobei er besonders die Jugend erwähnte. Die Auswirkungen dieser Gebete sind heute
                                 noch in Kleinlinden zu spüren.

Philipp Adolph                Er stammt aus Webershaus, Wetzlarer Str. Die Eltern betrieben Landwirtschaft. Er
Wetzlarer Str. 70          war der Großvater von  Lorene Hofmann. Die ganze Familie mit 4 Mädchen und
geb. 29.02.1864           2 Jungen gehörten zur Versammlung. Die Jugend war in diesem Haus stets will-
gest.05.11.1919           kommen.

Dritte Reihe von links nach rechts

Johannes Lenz              Er stammte aus Hambeleschhaus, (später Gaststätte zum Strümpfchen), Vater von
Frankfurter Str. 249      Gretchen Holler, der Mutter v. Magdalene u. Dr. Ernst Holler. Dieser hat auch in
geb. 24.08.1860           Kleinlinden geblasen. Joh. Lenz war der Großvater  v. Emil, Hanfried u. Hermann
gest.01.05.1906           Lenz, die alle geblasen haben bzw. z.T. noch blasen. Die Enkelin  Sophie Lenz singt
                                im Kirchenchor. Joh. Lenz hatte 10 Kinder. Davon starben 2 im Kindesalter. Als die
                                Eltern kurz darauf starben, kamen alle 8 Waisenkinder bei verschiedenen Verwandten
                                unter. 

Ludwig Theiß 1.           Er war der Vater von Sophie und Wilhelm Theiß, der auch geblasen und während des
Wetzlarer Str. 46         Krieges mehrere Bläser ausgebildet hat. Wilhelm Theiß hat 5 Kinder. Sein Sohn Willi
geb. 24.04.1861          hat früher in Kleinlinden geblasen. Die Töchter von Wilhelm Theiß haben alle im
gest. 04.10.1940         Kirchenchor gesungen. Die ganze Familie von L. Theiß gehörte zur Versammlung.
                               Auch im Hause Theiß war die Jugend stets willkommen.

Philipp Germer             Er war Wagner, Landwirt und Bienenzüchter. Einige Jahre war er ein harter, aber
Frankfurter Str.251      gerechter Bürgermeister. Eine Baumschule gehörte ihm auch. Ph. Germer war Urgroß-
geb. 28.11.1832          vater v. F. Schäfer geb. Germer, die seit 1942 im Kirchenchor singt, Hans Germer, der
gest.21.02.1922          lange geblasen hat u. Gustav  Gelitzer, der auch viele Jahre geblasen hat u. seit 1945
                                singt. Dessen Nachkommen Rosemarie u. Jürgen haben auch geblasen.

Karl Müller                    Er stammte aus der Obergasse und arbeitete bei der Fa. Schafstädt. Seine Frau war v.
Frankfurter Str. 214     Joh. Schaum die Tochter Lisbeth. Karl Müller war der Großvater von Marianne
geb. 04.02.1871          Weinand, geb. Müller.
gest. 27.05.1954

Weber ?                        Der Bläser neben Karl Müller mit einer Zugposaune wurde vermutlich von Karl
   Boller aus Langgöns motiviert, in Kleinlinden zu blasen. Möglicherweise war er der Sohn
   eines Pfarrers namens Weber aus Langgöns.

Vierte Reihe von links nach rechts

Johannes Theiß 3.       Es ist nicht sicher, ob er geblasen hat. Er war der Vater von Ludwig Theiß, oberste
Zum Weiher 6              Reihe, und Wilhelm Theiß, unterste Reihe. Er war der Großvater von Willi, Marie,
geb. 25.10.1850          Walter und Dr. E.L. Theiß.
gest.24.08.1933

Kaspar Lenz                  Er stammte aus Hambeleschhaus ( Strümpfchen), war Gärtner und
Frankfurter Str. 249      Landwirt. Joh. Lenz war der Vater von Philipp Lenz, zum Maiplatz 13.
geb. 02.02.1863
gest.13.08.1943

Georg Beppler           Seine Eltern stammten aus Hörnsheim. Von Beruf war er Straßenwärter. Er war der 
Weigelstr. 12              Vater von  Gustav Beppler und Großvater von Rudolf Beppler.
geb. 08.01.1869
gest.04.03.1904

Ludwig Weigel              Er hat, wie sein Bruder Philipp, der nicht auf dem Bild ist, 
Wetzlarer Str. 46         in den Anfangsjahren die Chöre dirigiert. Ludwig Weigel war ab 1898 Aufseher bzw.
geb.  14.08.1855         bzw. Werkmeister in einer Zigarrenfabrik in Dutenhofen. Der Abschied aus Klein-
gest. 14.01.1929         linden fiel ihm sehr schwer. Nach seinem Umzug nach Dutenh. lief er fast jeden 
                                Sonntag in seine alte Heimat nach Kleinlinden zur Versammlung und dirigierte auch
                                hin und wieder beide Chöre.

Johannes Lenz            Er stammte aus Rechnershaus, Lützellindener Str., und war Schreinermeister. Seine
Frankfurter Str. 21      Fa. befand sich in Gießen (Weiher). Sein Sohn, Pfarrer Otto Lenz, hat in Oberhessen
geb. 04.11.1844         mehrere Chöre gegründet und die beiden Denkschriften von 1914 und 1954 verfaßt.
gest.19.07.1927         Pfarrer Lenz  hat bis zum 1. Weltkrieg in Kleinlinden geblasen.

Philipp Lenz                 Er stammte aus Hambeleschhaus (Strümpfchen). Seine Töchter waren Betti Germer
Frankfurter Str. 269     und Marie Stein. Tochter und Sohn von Marie Stein, Ludwig und Maria, haben im
geb.13.06.1865          Kirchenchor gesungen. Ludwig hat 51 Jahre gesungen. Die ganze Familie von Philipp
gest.16.08.1933         Lenz gehörte zur Versammlung. Er war Küfer und Landwirt.

Johannes Germer       Sohn von Altbürgermeister Germer. Kreisbaumwart. Er war verheiratet mit der
Frankfurter Str. 251     Tochter des Mitbegründers des Pos.chores Philipp Jung (Dieser ist nicht auf dem 
geb.23.05.1863           Bild). Joh. Germer hat nach dem Umzug von Ludwig Weigel ab 1900 bis zu seinem
gest.22.08.1944          Tod 1944  44  Jahre lang beide Chöre geleitet. In seinem Haus wurden auch die
                               Übungsstunden der Chöre abgehalten, ebenso fanden dort die Versammlungen über
                               viele Jahre statt. Die Gastgeber bewirteten die Chöre auch hin und wieder. Der Sohn
                               von Joh. Germer, Friedrich, genannt Germer-Fried, und seine Frau Betti haben
                               selbstverständlich im Kirchenchor gesungen. Friedrich Germer hat dazu lange im
                               Pos.chor geblasen.

Fünfte Reihe von links nach rechts

Philipp Jung                 Er war der Sohn von Elisabeth Margarethe Lenz und körperlich etwas behindert.
Zum Maiplatz 4           E.M. Lenz war die Schwester des Großvaters von F. Althen und Marie Will. F.
geb.  05.11.1872        Althen hat 76 Jahre im Kirchenchor gesungen, ihr Sohn Gerhard und sein Sohn Frank
gest. 20.12.1910        haben geblasen. Durch seine Mitgliedschaft im Pos.chor hatte das Leben von Ph. Jung  
                               einen Sinn bekommen.

Jokob Fink                   Er stammte wie sein Bruder Wilhelm aus Oppenrod. Jakob Fink war Malermeister
Frankfurter Str. 261    und hatte ein Weißbindergeschäft in der Frankfurter Str.
geb.  06.05.1859
gest. 19.10.1937

Ludwig Weigel 13.       Er war der Bruder von Marie Weigel, geb. Weigel, Wetzlarer Str. 65. Ludwig Weigel
Frankfurter Str. 246     war bei der Kaiserlichen Marine. Möglicherweise der einzige Kleinlindener, der
geb. 07.08.1869          damals bei der Marine war. Man sagte, wenn er in seiner schicken Uniform auf
gest.01.01.1937          Urlaub kam, seien die Leute zusammen gelaufen, um ihn zu bewundern. Der Sohn
                                von Marie Weigel, Hermann Weigel, hat bis zu seinem Tod geblasen. Seine 
                                Schwester, Marie Koch, geb. Weigel, hat viele Jahre im Kirchenchor gesungen. Der
                                Sohn von Hermann Weigel, Hugo, und dessen Sohn Helmut, haben im Pos.chor
                                geblasen. Hugo singt im Kirchenchor.

Wilhelm Weigel  5.       Er war der Bruder von Ludwig Weigel. Wilhelm Weigel kam mit seiner Frau und
Wetzlarer Str. 1           seiner Tochter, Elisabeth, bei dem Bombenangriff am 6.10.1944 ums Leben, wie auch
geb.22.12.1884            ca. 100 andere Kleinlindener. Die Söhne Otto und Ernst fielen im 2. Weltkrieg. Die
gest.06.12.1944           ganze Familie bis auf die Frau von Otto, Liesel Weigel, war ausgelöscht.

Karl Boller                     Er lernte in Kleinlinden das Blasen und war Mitbegründer des Langgönser Pos.chores
Langgöns                   Er war der Bruder der Großmutter von Pfr. Hugo Schmidt, der im Kleinlindener
geb. 26.03.1872          Pos.chor bläst. Karl Boller und sein Sohn Richard waren Verbandsdirigenten für
gest. 24.12.1959         Oberhessen und haben insgesamt 86 Jahre die beiden Langgönser Chöre geleitet.
                                Noch heute besteht eine besondere Beziehung zwischen den Chören aus Langgöns
                                und Kleinlinden.

Wilhelm Theiß               Er war Landwirt und der Sohn von Joh. Theiß. Das Bassinstrument, der Helikon,
Zum Weiher 6              wurde damals von der Fa. Schuchard gespendet. Wie Friedrich Holler schreibt,
geb.16.07.1878            konnte Wilhelm Theiß dem Helikon gewaltige Töne entlocken.
gest.11.11.1944

Das Bild wurde ca. 1900 auf dem Gelände der Firma Hut-Schuchard in Gießen aufgenommen.
Die Namen und die Herkunft der Bläser wurden von Friedrich Holler und Marie Koch, geb. Weigel,
ermittelt bzw. aufgeschrieben und von Hugo Weigel im März 2004 überarbeitet und ergänzt.